Bilz Vibration Technology AG Deutschland

Schwingungstechnik
 

 


 

Die Reduzierung der Schwingungsemission (-abstrahlung) oder der Schwingungsimmission (-einstrahlung) stellen heute wichtige Aufgaben beim Betrieb von Maschinen, Anlagen usw. dar. Die in den letzten Jahren laufend verbesserte Leistungsfähigkeit von Maschinen ist in den meisten Fällen gleichbedeutend mit Erhöhung von Drehzahlen und Schnittgeschwindigkeiten sowie Vergrößerung des Schlagpotentials bei der spanlosen Umformung. Dadurch werden in verstärktem Maße Schwingungs-Störkräfte an die Umgebung abgegeben, die es heute – im Rahmen des Umweltschutzes – wirksam zu bekämpfen gilt.

 

Prinzip der Schwingungsisolation

Bei der schwingungsisolierten Lagerung einer Maschine sollen deren impuls- oder sinusförmige Schwingungskräfte vermindert werden. Die besondere Aufgabenstellung hierbei ist, die Bewegung (Amplitude) der nunmehr elastisch gelagerten Maschine in betriebsmäßig zulässigen Grenzen zu halten. Bei der Auswahl des Schwingungsisolators ist deshalb unbedingt auf ein ausreichend vorhandenes Dämpfungsvermögen zu achten!

 

 


Schwingungstechnische Abstimmung

 

Isolierung periodisch erregter Schwingungen

Die Wirkung der Schwingungsisolierung hängt maßgeblich vom Verhältnis der Maschinendrehzahl zur Eigenfrequenz des Isolators ab (Abstimmungsverhältnis). Allgemein kann gesagt werden, dass der Wirkungsgrad einer Isolierung umso besser wird, je tiefer die Eigenfrequenz des Isolators liegt, d.h. je größer das Verhältnis der Störfrequenz (Maschinendreh- oder hubzahl) zur Eigenfrequenz ist. Die nachstehende Kurve zeigt, dass eine Isolierwirkung erst dann eintritt, wenn der Wert ert des Frequenzverhältnisses größer als 2 ist. Bei einem kleineren Wert muss sogar mit einer Verstärkung (Überhöhung) der Störkraft gerechnet werden. In der Regel wird ein Abstimmungsverhältnis zwischen 3 . . . 4 angestrebt, wobei 3 als die technische Untergrenze und 4 als die wirtschaftliche Obergrenze bezeichnet wird. Ein noch größeres Frequenz- (Abstimmungs-) verhältnis als 4 kann aus wirtschaftlicher Sicht nicht mehr gerechtfertigt werden, da der hierfür erforderliche Materialaufwand überproportional gegenüber dem Isolierungsgrad zunehmen würde.

 

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Isolierung von Stößen

 

Wesentliche Merkmale des Stoßes sind seine Dauer, sein Verlauf und seine Intensität. Bei der Stoßisolierung wird der Störimpuls, der aus einer über eine kurze Zeit wirkenden hohen Kraftspitze besteht, in einen länger dauernden, aber mit nur kleinen Restkräften verbundenen Impuls verändert. Im Gegensatz zu periodisch erregten Schwingungen schwingt das abgefederte System in der angeregten Eigenfrequenz der isolierten Anlage und nicht entsprechend ihrer Hubzahl. Die durch die Isolatoren übertragenen Restkräfte werden umso kleiner, je größer die Eigenschwingdauer bzw. je kleiner die Eigenfrequenz der auf Isolatoren abgefederten Anlage ist.

 

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Arten der Schwingungsisolation

In der Schwingungstechnik wird zwischen der aktiven und passiven Isolierung unterschieden. Sollen die von einer Maschine verursachten Schwingungen an der Ausbreitung gehindert werden, so spricht man von „aktiver Isolation“. Muss andererseits eine erschütterungsempfindliche Feinbearbeitungsmaschine schwingungsisoliert gelagert werden, so ist dies eine „passive Isolation“.

 

Wichtige Begriffsdefinition

Dämpfung = ist die physikalische Eigenschaft eines Isolators, Resonanz- Schwingungen auf ein zulässiges Maß zu begrenzen. Dabei wird mechanische Energie in Wärme umgesetzt.

 

Isolation = bedeutet Dämmung oder Abschirmung der Erregerkräfte zum Untergrund bzw. Fundament oder zur Maschine.